First steps...

INCLUSION AND SPECIAL NEEDS EDUCATION

First steps...im Austausch von best practice - Beispielen der Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderung im inklusiven Schulsetting...



Das erste Erasmus+ - Projekt des Mobilen Motorik-Teams der Heilstättenschule Wien!

Wir starten mit einem Intensiv - Englischlernprogramm in Oxford, um unsere Sprachkompetenzen für weitere internationale, innereuropäische Kontakte zu erweitern. Gemeinsam mit Kolleginnen aus Litauen, Polen, Tschechien und Spanien wird täglich intensiv mit einem Lehrer des Oxford International Studies Centre Englisch gebüffelt.







Donnerstag, 9.8.2018:

Jeden Nachmittag gibt es in Kleingruppen fachspezifische Seminare. Wir haben uns dabei schon mit einigen sonderpädagogischen Themen auseinandergesetzt und Möglichkeiten zu eventuell künftigen Job-Shadowings ausgelotet:
www.emersonsgreenprimary.co.uk als Beispiel für Inklusion im UK und die Hospital School von Oxfordshire www.ohs.oxon.sch.uk

So sieht unser Timetable aus:


Die heutige social activity bestand aus einem Openair-Theaterbesuch vor der Kulisse des Oxford castle. 


Es war ein wunderschönes Theatererlebnis - Romeo und Julia - wenngleich auch unvorstellbar kalt! 
In unserer, ein bisschen an eine Studenten-WG erinnernde Unterkunft setzten wir zum Aufwärmen noch einen Tee auf. Unser Hausbetreuer, nebstbei auch Psychologieprofessor leistete uns dabei - wie fast jeden Abend - Gesellschaft. Die Gespräche mit ihm sind sehr vielfältig (z.B.: die Lerntheorien von Bloom und Vygotzky, www.examgradeboost.co.uk), und unsere Englischfähigkeiten auch abends sehr gefordert. 



Freitag, 10.8.2018

Es ist ein tolles Gefühl, in diesem alten Gebäude des Oxford College, der Oxford Union, zu lernen.
Unser Professor versteht es, uns optimal mit Songs und interessanten Texten zu motivieren. Auch ein Besuch der alten Bibliothek wurde uns ermöglicht, was uns mit Faszination erfüllt hat.


Auch Albert Einstein hatte an diesem College eine Professur. Seine Aufzeichnungen auf dem Blackboard konnten wir im Museum of Sciences besichtigen. 


Dort entdeckten wir auch eine der ersten Handprothesen aus dem 16.Jahrhundert.


Die Sonderausstellung “women in sciences“ verweist auf die tollen Leistungen von Wissenschaftlerinnen aus dem 18.Jahrhundert bis zur Gegenwart
 ( Astrophysikerin J.Bell Burnell u.a.).
Die Gespräche mit den Kolleginnen - ausschließlich weiblichen Kursteilnehmerinnen - aus den anderen europäischen Ländern machten uns bewusst, was Frauen alles leisten. Die Verunsicherung infolge unberechenbarer Umstrukturierungen durch die Regierungen ist in allen Ländern spürbar, und die Frauen halten mit hohem Einsatz den Unterrichtsbetrieb aufrecht.

Beim gemeinsamen Freizeitprogramm bekamen wir einen Einblick in “british games“.


Wochenende 

- kursfrei, Zeit für Ausflüge!
Mit Kolleginnen aus anderen EU-Ländern besuchten wir London, Bath und Stonehenge.





Montag, 13.08.2018

In den Pausen unserer hervorragenden English lessons ( heute Spelling and Pronounciation und Limericks ) hatten wir interessante Gespräche mit unseren  Kolleginnen über Politik und Schule.
Inklusion wird in allen Ländern als gesellschaftspolitisches Ziel angestrebt, die Lehrerinnen bräuchten jedoch mehr Unterstützung, als sie bisher von ihrer Schulverwaltung erhalten.

Die Kolleginnen aus Polen und Tschechien erzählten interessante Geschichten aus ihrer Kindheit- noch - hinter dem eisernen Vorhang. Auch die gemeinsame Kriegsvergangenheit wurde thematisiert. Wir stellten fest, wie froh wir sind, dass wir einander innerhalb der Europäischen Union nun so einfach begegnen können.

Nachmittags stand eine Führung durch Christ Church, das größte College Oxfords, auf dem Programm. 



Es gibt innerhalb der Universität eine sehr strenge und ritualisierte Hierarchie. Professoren und Studenten halten Distanz zu den übrigen Angestellten. 
Auch im Alltag ist die Trennung der Gesellschaft in upper, middle und lower Class spürbar. Dazu passt das englische Sprichwort der POSTCODAL LOTTERY = es hängt vom District ab, welche Möglichkeiten man zu Bildung/Inklusion oder auch medizinischer Versorgung erhält.
Eine gendergerechte Aufteilung der Studienplätze wie auch Barrierefreiheit sind mittlerweile vom Staat vorgegeben.
Die bauliche Umsetzung des barrierefreien Zugangs für Studenten und Besucher ist angesichts der mittelalterlichen Gebäude eine große Herausforderung.


Dienstag, 14.8.2018

Unsere Englischkenntnisse verbessern sich merklich, wir konnten uns heute schon gut an der lebhaften Diskussion in der Gruppe über genmanipulierte Lebensmittel beteiligen.

Es sind derzeit viele Chinesen in der Stadt anzutreffen - einerseits Touristenfamilien, andererseits ganz viele Sprachstudenten. Das verdeutlicht den hohen Stellenwert der englischen Sprache in China.

 

Wir erfuhren heute von einer englischen Kollegin einer großen hiesigen Inklusionsschule viele äußerst interessante Details zum organisatorischen Ablauf von Inklusion im englischen Schulsystem.

Danach gab es wieder eine Zeitreise - diesmal in die grandiose Bodleian Libraries der Universität.


Mittwoch, 15.8.2018

“we are all individuals, so there is no society to talk about“ - M.Thatcher -
 Da angeblich aufgrund Geldmangels das Obdachlosenheim dieser wohlhabenden Stadt geschlossen wurde, sind überall sehr viele homeless “individuals“ anzutreffen.


Wer hätte gedacht, dass “Frankenstein“ von einer Frau geschrieben wurde? (MaryShelley) Wir besichtigten in der Weston Library zahlreiche Original - Schriftauszüge wie auch ein Originalmanuskript von Jane Austen und Dokumente besonderer Frauen des 19. Jahrhunderts. (z.B. Piratinnen)
Wir bekamen viele Informationen über die Suffragetten, die 1912 das Wahlrecht der Frauen in England erkämpften.


Mit einem hier lebenden amerikanischen Rollstuhlfahrer hatten wir ein interessantes Gespräch über Inklusion in England. Im Vergleich zu den U.S., die bei der Anpassung der Infrastruktur schon viel erreicht haben,  ist andererseits das Bewusstsein für Inklusion in England viel besser in den Köpfen der Leute verankert.


Heute Abend gönnten wir uns ein Klavierkonzert bei Jack Gibbons - einem international renommierten Pianisten - , der die Sommerferien in seiner Heimat Oxford mit einigen sehr persönlichen Konzerten in der Holeywell Music Hall des Wadham College verbindet. 


Übrigens sind wir beim Überqueren der Straße mittlerweile nicht mehr so in Gefahr, wie bei unserer Ankunft, wo uns der Linksverkehr noch sehr viel Konzentration abverlangt hat. Auf das britische Wetter haben wir uns auch schon eingestellt und stets den Regenschirm eingepackt.


Donnerstag, 16.8.2018

Im heutigen Sprachunterricht gab's Shakespeare und Phrasal Verbs. Wir sind so motiviert, dass wir diese weiterausarbeiten und auswendiglernen werden! Täglich werden wir mit neuen Idioms versorgt:

An apple a day keeps the doctor away.
A garlic a day keeps everybody away.

THE SMARTER THE PHONE THE DUMMER THE USER.

Hier fahren extrem viele Busse in allen Farben umher - eine Folge der Privatisierung des Verkehrswesens.
Sie sind unbeliebt, teuer und wenig frequentiert.


Einige englische Gesprächspartner haben uns gegenüber ihre Verunsicherung hinsichtlich des BREXIT angesprochen. Auch der britische Humor hat dazu schon eine Geschichte hervorgebracht:

ALICE IN BREXITLAND



Der ursprünglichen Alice in wonderland - story liegt eine unerfüllte Liebesgeschichte im College Christ Church zwischen Hausmeisterstochter und einem Adeligen zugrunde.


Angesichts der vielen romantischen aber auch gruseligen Orte und Winkel ist für uns gut nachvollziehbar, welche Geschichten hier entstanden bzw. verfilmt wurden:
Hobbit, Herr der Ringe, Harry Potter...




Einige der zahlreichen, uralten Bäume sind als Lieblingsorte von ehemaligen Professoren bekannt. So hatte auch Tolkien, der Verfasser von “Hobbit“,  einen Lieblingsbaum.


...und ein Lieblingspub hatte er natürlich auch! :-)


Wir konnten uns noch nicht entscheiden, aber einen Tag haben wir ja noch...


Freitag, 17.8.2018

Die heutigen Abschlusspräsentationen erforderten nochmals all unsere Englischkenntnisse und steigerten unser gegenseitiges Interesse an den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen



The Iron curtain - er ist, sowohl im Westen wie auch im Osten, in unserem Bewusstsein noch spürbar.
Wir sind sehr froh, durch die uns von Erasmus+ ermöglichten Kontakte nun die gemeinsame Identität eines Zentraleuropa zu entwickeln und zu leben.
In unserer Lehrer-WG der Nationen Polen, Litauen, Tschechien, England und Österreich haben wir damit bereits begonnen!


Nun geht's ans Abschiednehmen.


Einige unserer Kolleginnen haben sich bereits auf den Weg gemacht.







"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."








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